Egal wohin du schaust ...

... überall findest du Tischlerprodukte. Ob zu Hause in den eigenen vier Wänden, in öffentlichen Gebäuden und Geschäften, bei Messen oder in Restaurants – die Menschen setzen auf Qualitätsarbeit vom Tischler.

Und weil die Vielfalt so groß ist, kannst du dich nach deiner Ausbildung spezialisieren. Es gibt nämlich Bau- und Möbeltischler*innen.

Bautischler*innen fertigen und montieren beispielsweise Fenster, Treppen und Türen. Als Möbeltischler*in – aber das hast du sicher schon erraten – lernst du, wie du individuelle und einzigartige Möbel herstellst.

Langweilig wird's garantiert nicht ...

... denn als Tischler*in bist du ein wahres Multitalent. In deiner Ausbildung lernst du, mit einer Vielzahl von Werkzeugen umzugehen – vom einfachen Stemmeisen bis zur computergesteuerten Hightech-CNC-Fräse. Und damit fertigst du - mal allein, mal im Team - so ziemlich alles, was man braucht, um einen Raum wohnlich zu machen.

Meistens werden die Produkte persönlich zum Kunden geliefert und dort montiert oder aufgestellt. Du bist also nicht ständig in der Werkstatt, sondern kannst dich vor Ort selbst davon überzeugen, wie viel Freude du deinen Kunden bereitest.

Dein Alltag

Während deiner Ausbildung lernst du alle wichtigen Abläufe im Betrieb kennen. Schau Marie-Luise einen Tag lang über die Schulter, wenn sie einen Reparaturauftrag für einen Kunden bearbeitet. Viel Spaß dabei!

 

Los geht’s.

7.15 Uhr

Arbeitsbeginn

In der Tischlerei geht es morgens früh los: Aber keine Sorge, man gewöhnt sich schnell daran. Außerdem hat es auch Vorteile: Wer früh anfängt, hat auch früh Feierabend.

Aufgaben vom Meister entgegennehmen

Gestern hat Marie-Luise erfahren, dass sie heute eine neue Schranktür für die Küche eines Kunden anfertigen wird. Deshalb hat sie schon den technischen Plan herausgesucht und bespricht gerade mit Ausbildungsmeister Malte den Ablauf.

7.45 Uhr

8 Uhr

Stückliste checken

Über die Stückliste im Büro erfährt sie exakt, welche Materialien verbaut wurden und welche Einzelteile sie für den Auftrag braucht. Dann geht es zurück in die Werkstatt.

Schranktür zuschneiden

Über das Terminal im Plattenlager ist die richtige Platte schnell gefunden und wird an der Plattenaufteilsäge auf das gewünschte Maß zugeschnitten.

8.30 Uhr

9.15 Uhr

Frühstückspause

Pünktlich um 9.15 Uhr ist Frühstückspause. Also schnell rausflitzen und einen Baum streicheln ... Scherz. Die Frühstückspause ist heilig und eine prima Gelegenheit, mit den Kolleg*innen zu quatschen.

Kanten anleimen

Weiter geht es an der Kantenanleimmaschine. Das Sortiment ist riesengroß, je nachdem, was die Kunden wünschen. Heute ist es eine einfache weiße Kante, passend zum schlichten Design der Küche.

9.30 Uhr

10 Uhr

Jippie ... CNC

Alle Fräsungen und Bohrungen werden CNC-gesteuert ausgeführt, und diese einfachen Arbeiten beherrscht Marie-Luise inzwischen im Schlaf. Auch das Programm für die Küche des Kunden ist im System hinterlegt und in wenigen Minuten ist alles erledigt.

Schleifen, schleifen, schleifen ...

Natürlich hat Marie-Luise auch das Schleifen von Hand gelernt. Aber im Tagesgeschäft ist Zeit ein wichtiger Faktor, deshalb wandert die Tür direkt in den Schleifautomaten. Der ist ideal für ebene Flächen und staubfrei, denn die Maschine ist direkt an die Späneabsaugung angeschlossen.

10.45 Uhr

12 bis 13 Uhr

Mittagspause

Um 12 Uhr ist Mittagspause in Marie-Luises Betrieb. Da sie nicht weit entfernt wohnt, geht sie normalerweise zum Essen nach Hause. Heute hat sie sich allerdings etwas mitgebracht und isst zusammen mit anderen Kolleg*innen im Pausenraum. Währenddessen hat sie ihren Schrank schon für die nächste Station vorbereitet.

Oberfläche veredeln

Nach der Mittagspause wird zweimal lackiert, damit alles schön deckend wird. Insgesamt hat Marie-Luise heute also an Maschinen im Gesamtwert von weit über einer Million Euro gearbeitet, von einer digitalen Prozesssteuerung profitiert und dabei bei jedem Handgriff ein handwerklich hervorragendes Ergebnis erzielt.

ab 13 Uhr

Fegen, dass war gestern

Natürlich muss die Werkstatt am Ende des Tages aufgeräumt sein. Aber Fegen war gestern. Heute gibt es dafür Staubsauger und in Marie-Luises Betrieb auch eine hochmoderne Späneabsauganlage.

Einbau beim Kunden

Über Nacht ist die Tür perfekt durchgetrocknet. Jetzt werden noch die passenden Beschläge aus dem Lager geholt und dann geht es zur Endmontage. Der Kunde wohnt ganz in der Nähe und bis zum Mittag ist alles eingebaut.

am nächsten Vormittag

Weitere Infos

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